Englisch ist Englisch, so sollte man meinen. Sicher, in den USA isst man Chips aus der Tüte, während die Briten diese aus der Fritteuse holen. (Auf der Insel sagt man „Crisps“, wenn es um die Snacks vorm Fernseher geht.) Sicher, da gibt es die Geschichte mit dem „u“ bei z.B. „neighbor“/“neighbour“.

 

Aber die Punkte und Kommata, die sollten doch bitte gleich sein, oder?

Tja, für den deutschen Leser ist es schon irritierend, einen amerikanischen Text zu lesen, wenn jemand spricht oder zitiert wird. Denn in den USA wird das Komma in den gesprochenen Text gestellt, also:

“This is wrong,” James said.

Im britischen Englisch (BE) steht das Komma danach, also:

‘This is wrong’, James said.

Gut, ja, dann sehen die Anführungszeichen bei BE auch noch anders aus als im Deutschen, während die doppelten Striche im amerikanischen Englisch (AE) vertraut aussehen, auch wenn sie überall oben gesetzt und –

Okay, es kann vielleicht ein klitzekleines bisschen verwirrend werden…

Man sollte sich auch nicht fragen, wie vernünftig oder eben nicht das ist. Denn diese amerikanische Eigenart bezieht sich auf alles, was in Anführungszeichen gesetzt wird, also z.B. auch zitierte Bücher oder Zeitschriften.

Das kann dann so in AE aussehen:

There’s an article in the “New York Times,” explaining the proceedings.

Natürlich gehört das Komma nicht zu dem Namen der Zeitung, auch wenn das die Anführungszeichen so andeuten.

Bei BE ist das schon klarer:

There’s an article in the ‘New York Times’, explaining the proceedings.

Ein kleiner Unterschied nur, aber einer, den man beachten sollte.
Ach, und noch ein Nachtrag: Selbstverständlich gibt es auch in AE Ausnahmen. Wie sollte es im Englischen auch anders sein? Denn es gibt ja Fälle, bei denen die Punkte und Kommata innerhalb der Anführungszeichen wichtig sind – z.B. bei der Eingabe von Passwörtern oder auch bei rechtlichen Texten. In dem Fall wird auch im Amerikanischen das Komma nach den Anführungszeichen gesetzt.

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